Langzeittest: Fahrbericht Toyota Corolla 4000 KM

Corolla Hybrid Fahrtenbuch 4000 KM

Wie wird sich der Winter und die kalte Jahreszeit auf den Verbrauch auswirken? Werden die Winterreifen für einen erhöhten Verbrauch sorgen? Der Langzeittest ab 4000 Kilometer mit Winterbereifung und einer deutlich intensiveren Nutzung der Verbraucher im Fahrzeug wird zeigen, wie gut sich der Hybrid in der kalten Jahreszeit eventuell auch auf Schnee macht.


Im ersten Moment werde ich wohl die Winterreifen nur auf ihre Wirksamkeit bei Regen testen können. mit dem Schneefall kann es sicher - selbst hier im Sauerland - noch eine weile dauern. Gespannt bin ich auch ob sich Gummi Fußmatten wirklich lohnen. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Investition von knapp 25 Euro durchaus bezahlt machen.


Ein paar mal waren die Temperaturen ja schon etwas gefallen, ob die Abgasrückgewinnung sich nicht nur positiv auf den Motor auswirkt, kann ebenfalls mit in die Bewertung einfließen. Nichts ist schöner als frühzeitig ein warmes Fahrzeug im Winter zu haben.

Der Fernlichtassistent: Licht an - Licht aus und auch mal blenden

Und der Herr sprach, es werde Licht. Der Fernlichtassistent soll es dem gleich tun und kann das auch recht gut. Die Club Ausstattung mit Technikpaket hat einen Fernlichtassistent, der bei Gegenverkehr auf Abblendlicht umschaltet. In der Lounge Ausstattung blendet der Automat entgegenkommende und voraus fahrende Fahrzeuge einzeln aus.


Ich hatte vorher einen Golf mit Bi-Xenon wo Fahrzeuge ausgeblendet wurden. An dem Fahrzeug war das System gefühlt sensibler und etwas schneller. Beim Corolla habe ich das Gefühl das System ist nicht schlechter, aber langsamer und nicht so empfindlich eingestellt. gerade Fahrzeuge mit schlechtem Licht werden nur sehr spät oder gar nicht erkannt. Das mag auch an der Fahrzeughöhe liegen. Mein Golf hatte eine Fahrzeughöhe von 1.578 mm der Corolla 1.435 mm. Daher ist auch die Kamera tiefer angebracht, was bei einer Kuppe natürlich zu einem verzögerten Ansprechen gegenüber höheren Fahrzeugen führt.


Auch die Empfindlichkeit je nach Lichtverhältnisse schaut anders aus. Bei Kurvenfahrten blendet das System erst später ab.


Ich kann nicht sagen wie das Matrix arbeitet, aber der normale Fernlichtassistent ist gut, hat aber seine Schwachstellen. Da beide Systeme über die gleiche Kamera gesteuert werden sollte die Zeit zur Impulsgebung eigentlich gleich sein. Alles in allem bin ich zufrieden, auch wenn es ein kleiner Rückschritt ist. Nur war es mir den Aufpreis nicht wert.

Unterm Strich bleibt es aber eine tolle Funktion, die man meiner Meinung nach aber nicht gänzlich allein arbeiten lassen darf.


Toyota Infotainment

Auch in diesem Bericht darf ein kleiner Exkurs auf das Multimedia System natürlich nicht fehlen. Wie im 3000 km Bericht schon angesprochen ist bei dem System noch Luft nach oben. Aber es gibt auch gutes zu berichten. So ist die Verbindung zum Handy ausgezeichnet und was die dadurch verbesserte Unterstützung bei Verkehrsmeldungen angeht, bin ich sehr positiv überrascht. Bisher in keinen Stau gekommen und mehrfach schon wurde die Route aufgrund der Verkehrsmeldungen geändert.

Es ist natürlich nun schwer zu beweisen, dass die Routenänderung wirklich der bessere Weg war, aber da ich gern dem Navi vertraue, gehe ich einfach mal davon aus.


Das Kartenmaterial wurde erneut auf den aktuellen Stand gebracht. Die neue Versionsnummer lautet: 2019 v2 Map Update. Eine Anleitung zum Update findet ihr in dem verlinkten Beitrag.

Toyota Corolla Winterausstattung

Nach dem Kauf von Winterkompletträdern Dunlop Sport 5 auf 17 Zoll Felgen haben nun auch Gummifußmatten Einzug gehalten. Die erste Ausfahrt auf Winterreifen hat keine deutlich spürbaren Veränderungen im Fahrverhalten gezeigt. Das mag auch an der gewählten Dimension von Felgen und Reifen liegen. Sie unterscheiden sich zu der originalen Bereifung nicht. Positiv ist natürlich das Anlernen der RDKS Reifendrucksensoren im Fahrzeug. Einmal angelernt, kann man jeweils beim Wechsel von Winter auf Sommerreifen und umgekehrt, das jeweilige Reifenpaket im System wählen und muss so nicht jedes mal zum Händler fahren und womöglich das erneute Anlernen bezahlen.

Warme Hände im Corolla

Dank GM die im Jahre 2006 das Patent zur Lenkradheizung angemeldet haben, habe ich nun auch im Corolla warme Hände. Aber nicht überall. Man könnte bei eingeschalteter Heizung für das Lenkrad meinen, sie wäre defekt. Denn oben wie unten wird die Lenkhilfe nicht beheizt. Das ist aber durchaus so gewollt, da die Hände links und rechts dran gehören und nicht so "sportlich" mit der linken Hand oben aufliegend oder lässig mit der rechten bzw. linken Hand unten eingehängt das Fahrzeug geführt werden soll. Bei einer Gefahrensituation kann die Haltung der Hände am Lenkrad entscheidend sein und sogar über Leben und Tod entscheiden. Der positive Nebeneffekt, das Lenkrad wird schneller heiß.


Im Golf Sportsvan wurde das Lenkrad rundum beheizt. Das war schon etwas angenehmer, da gerade im Kreisverkehr auch der obere Rand vom Lenkrad benutzt wird. Dafür jedoch konnte die Lenkradheizung nur zusammen mit der Sitzheizung aktiviert werden oder etwas umständlich über das Menü. Da finde ich die Lösung über einen separaten Schalter links unten vom Lenkrad schon besser.

Der Toyota Corolla ist Arschwarm

Eine gute Überleitung um auf die Sitzheizung zu sprechen zu kommen. Wo ich im Golf Sportsvan vorher eine drei Stufen Regulierung hatte, kommt der Toyota mit zwei Stufen aus. Low oder High kann an den Schaltern vor der induktiven Ladeschale gewählt werden. Man kann da schon mal beim Ablegen vom Handy dran kommen und die Sitzheizung einschalten. Das passiert aber nur am Anfang mal, wenn überhaupt. Die Stufen sind beim Corolla gut gewählt. Schön wäre es, wenn die Sitzheizung bei erneuten starten des Motors nicht wieder direkt an wäre. Das kann nur umgehen werden, wenn man den Schalter nach der Fahrt wieder in die Neutralposition bringt.


Möglich wäre dies, wie damals beim Golf, durch Taster. Bei VW allerdings war es auch nicht optimal gelöst. Denn dort war die erste Stufe die volle Leistung. Man musste bei der Sitzheizung immer sofort runter schalten, sonst wurde es fast unangenehm warm.

Corolla Tuning für Jedermann

So günstig bin ich an ein paar PS mehr auch noch nicht gekommen. Wo andere viel Geld fürs Chip Tuning

ausgeben, konnte ich mich im letzten Monat über vier kostenlose Pferdestärken mehr freuen. Die Motorleistung per Software zu erhöhen, davon war ich noch nie ein Freund. Man sagt nicht umsonst, Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Hubraum. Egal was da erzählt wird, mehr Leistung und weniger Verbrauch wird versprochen, wenn das also so einfach wäre, würden die Hersteller dies selbst machen. Natürlich gibt es spezielle Anbieter die Serienfahrzeuge aufmotzen. Abt, OPC und andere, aber die haben damit auch Erfahrung und nicht so komische Hinterhof Werkstätten. Wie das funktioniert findet ihr im Tuning Artikel.