Langzeittest: Fahrbericht Toyota Corolla 20000 KM

Corolla 2.0 Ansicht schräg von der Seite
Corolla 2.0 Ansicht schräg von der Seite

Corona hatte viele Auswirkungen, ein wenig auch auf das eigene Fahrzeug. Es wurde schlicht weg weniger benutzt als gedacht. Anfang Juli 2020 waren die ersten 10.000 Km erreicht. Jetzt, gut 11 Monate später sind ca. 12.000 Kilometer dazu gekommen.


Die erste Wartung lag bei 15.000 Kilometer an, die nächste steht für August 2021 auf dem Plan. Was ist in den letzten 10.000 Kilometern gewesen. Gab es Probleme, wurden Reparaturen notwendig, Teile ausgetauscht? Gab es Wechsel bei den Verschleißteilen, das Fahrtenbuch 20.000 Kilometer von einem Fahrzeug, dass gerade mal richtig eingefahren ist, zeigt Mängel und Schwächen auf.

Verbrauch von Klopapier, Nudeln, Hefe und Benzin ist gestiegen

Der errechnete Durchschnittsverbrauch meines Hatchbacks lag bei bisher acht Betankungen im Jahr 2021 bei gerundeten 4,87 l/100km. Damit liege ich noch auf Rang sechs der spritmonotor.de Liste. Diese Zeit stand der Toyota natürlich auf Winterreifen, die Heizung lieft oft, teilweise war das Fahrzeug bereits gestartet um noch Schnee zu entfernen.


Wo in 2019 noch ein Verbrauch von 4,51 l/100km gemessen wurde, rutschte ich 2020 auf 4,53 l/100km und liege aktuell 4,61 l/100km. Natürlich kann man sich bei einem Fahrzeug mit 184 PS über einen Verbrauchswert von unter fünf Litern nicht beschweren. Würde dieser jedoch jedes Jahr steigen, so lägen wir in zehn Jahren bei 5,6 Litern, was ja eben nicht das Ziel ist.


Andere sehen dies scheinbar genauso und betrachten ihren Durchschnittsverbrauch mit Argusaugen. So war ein Thema in dieser Zeit die Frage nach dem Mehrverbrauch nach Inspektion?! Es scheint durchaus so zu sein, dass die Inspektion einen Einfluss auf die Verbrauchswerte beim Toyota Hybrid hat. Dies werde ich in diesem Jahr gesondert beobachten und euch davon berichten.

Apple CarPlay und Android Auto vs. Toyota Navigation

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Update des Multimediasystems um auch Apple CarPlay und Android Auto auf dem 2019 System nutzen zu können liegt bei 199 Euro. Was gab es da in den sozialen Medien nicht für eine heiße Diskussion. Toyota müsse dieses Update kostenlos zur Verfügung stellen und andere skurrile Meinungen.
Nach drei Jahren laufen die Karten Updates eh aus, so dass sich diese Investition durchaus rechnet, wenn man das Fahrzeug mindestens 9 Jahre fährt.


Eine haben dazu berichtet, lediglich 99 Euro bezahlt zu haben. Letztlich muss das jeder selbst entscheiden. Ich hadere noch mit dem Entschluss das Update einspielen zu lassen. Der Preis spielt natürlich eine Rolle aber das Handy als Navigationsmittel nutzen zu können war eben noch nie mein Ziel. Auch wenn es Wlan Module gibt die wohl auch scheinbar funktionieren sollen, so widerspricht alles in mir einer Nutzung des Smartphones per Kabelverbindung mit dem Fahrzeug. Wollte ich so die Navigation nutzen, dann gäbe es die durchaus günstigere Methode eines Saugnapfes an der Windschutzscheibe.

Möglich ist natürlich auch die Befestigung des Handys über eine gute Halterung wie sie zum Beispiel aus dem Hause Brodit kommt.


Nach wie vor komme ich aber mit der Routenführung der Toyota Karten bestens zurecht. Habe etliche Adressen eingespeichert und fahre wirklich viel per Navigation, nicht zuletzt weil der persönliche Orientierungssinn eine Katastrophe ist. Ich mag die Routenübergabe per MyT App ans Fahrzeug und sehe keinen Grund von dieser Art der Wegführung aktuell abzuweichen.


Natürlich wird im August über das Thema Update des Multimediasystems mit meinem Händler gesprochen, wie dann aber die Entscheidung ausfällt werdet ihr erfahren.

Ich s(t)eh Schmiere

Ebenfalls ein Thema im August werden die Scheibenwischer sein. Bei Nässe und entgegenkommenden Lichtern sieht man nun schon deutliche Schlieren. Da man bekanntlich bei den Sommer und Winterreifen sowie auch den Scheibenwischern nicht sparen soll, werden es wohl die originalen Wischer werden. Wie bei jedem Fahrzeug bekommen wohl die Bosch Scheibenwischer Aerotwin eine Chance, wegen des langen Wischers auf der Fahrerseite soll es aber Probleme beim Anpressdruck der Wischerlippe geben. Ja, wer billig kauft, kauft zweimal. Man sagt aber auch: Versuch macht Klug.

Ich bremse auch für Scheiben

Um der Batterie eines Hybridfahrzeuges wie dem Corolla Strom zuzuführen, bedarf es des Einsetzen der Rekupation. Diese bewirkt das Aufladen der Batterie durch ein gegensätzliches Drehen des Elektromotors. Beim Bremsen wird die meiste Energie zurück gewonnen, da im ersten Drittel des Pedaldruckes lediglich der Motor das Fahrzeug entschleunigt. Das reicht in vielen Fällen aus, um die gewünschte Geschwindigkeit zu erreichen. Selbst wenn die Bremsbacken an die Scheibe geraten, ist der Druck gerade bei den hinteren Scheibenbremsen so gering, dass es hier oft zu Verrostungen und Schleifrillen kommt.


Um das zu verhindern soll man an der Autobahnausfahrt - ohne Gefährdung des rückwärtigen Verkehrs eine starke Bremsung durchführen die auch die hinteren Bremsbeläge an die Bremsscheiben zwingt. Das ist nicht immer leicht, ´denn es muss aus hoher Geschwindigkeit erfolgen und es darf kein Fahrzeug hinter dir sein. Entweder werde ich auf der Autobahn gestalkt oder habe schlicht weg immer Pech.


Daher werden sich die Mechaniker im August auch die hinteren Bremsscheiben anschauen müssen. Ein paar Riefen konnte ich bei Wechsel der Winter auf Sommerreifen nämlich schon sehen. Ein Wechsel den ich zugegeben in diesem Jahr zu Ostern gut eine Woche zu früh durchgeführt habe.