Elektrofahrzeuge im Winter

  • Diesen Winter hätten wir doch eigentlich eher E-Autos auf den Autobahnen stehen erwartet, aber es waren wieder nur die LKWs. Es war doch überall zu lesen, ein dickes Argument in der Diskussion ob es nun ein Diesel, Benziner oder doch ein Stromer werden soll. Aber nichts ist passiert. Die Strombetriebenen Fahrzeuge wollten im Winter einfach nicht liegen bleiben. Nicht mal auf der A2 bei Dortmund wo ein Kilometer langer Stau über Nacht auf der Bahn feststeckte war ein Problem für die gefangenen Elektroautos und ihre Fahrer.

    Elektroautos im Kältetest

    Die gelben Retter vom ADAC hatten ja schon den Extremtest gemacht und eine Renault Zoe sowie VW E-Up auf ihr Durchhaltevermögen geprüft. Dabei wurde die Innentemperatur auf 22 Grad eingestellt, der Popo dank Sitzheizung gewärmt und das Standlicht eingeschaltet. So konnten beide Fahrzeuge mit einer vollen Akkuladung 12 Stunden bei einer Außentemperatur von -14 Grad aushalten. Da man aber in solchen Situationen selten mit einem vollen Akku gerät, sollte durch eine Verringerung der Innentemperatur und ausschalten der Sitzheizung dennoch die Nacht überstanden werden. Zumal durch Nutzung des energiesparender Umluftbetrieb der Energieverbrauch spürbar gesenkt werden könnte.

    Verbrenner oder E-Auto: Wer gibt eher auf ?

    Ein typischer Verbrenner würde zur Erwärmung seiner Fahrgäste ungefähr 0,5 bis 0,9 Liter pro Stunde verbrauchen. Der Elektromotor erzeugt im Betrieb halt nicht wie der Verbrenner Abwärme, sondern muss diese elektrisch erzeugen. Diese Aufgabe schlägt in der Regel mit 1-2 Kilowatt pro Stunde zu Buche. Das Beheizen des Innenraums sowie die Nutzung der Zusatzaggregate dürfte also mit maximal 2,5 Kilowatt den Akku entleeren. Selbst bei einem Fahrzeug mit kleinem Akku wäre dieser also nicht so weit von einem Verbrenner entfernt. Einzig wenn man im Winter mit fast leerem Akku in einen Stau gerät, kann es einem auch ohne Heizung schon mal recht warm werden.

    Die frage wer zuerst aufgibt ist daher völlig überbewertet. keiner muss sich mehr Angst machen, er würde in einer solchen Nacht erfrieren, sofern er die wichtigste Regel im Winter einhält. Mit vollem Tank oder Akku auf die Autobahn und möglichst frühzeitig "nachtanken"

    Praxistext am Gefrierpunkt im Kia e-Niro

    Mit 86% Akkuleistung und einer Restreichweite von 358 Kilometern ging es bereits 2019 in die kalte Nacht. Heizung auf 19 Grad eingestellt waren nach fast zehn Stunden gerade einmal zwölf Prozent der Akkuleistung verbraucht, was in etwa pro Stunde einen Wert von 0,8 kWh Stromverbrauch ergibt.


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