Der Umstieg von Diesel auf Hybrid Technologie

  • Nach fast sechs Jahren Diesel in einem VW Golf Sportsvan mit DSG hatte ich viele Fragen zum Umstieg auf die Toyota Hybrid Technologie. Schaut man sich zum Beispiel das stufenlose Getriebe an, so erinnerte es mich an meine erste Mofa, eine Honda Camino. Erfreulicherweise blieb ich die ganzen Jahre von Problemen mit dem DSG Getriebe verschont. Ein bisschen war dies also auch ein Grund zu wechseln, denn besser wird ein Getriebe im laufe der Zeit nicht.


    Zu beginn meines Entschlusses ein neues Fahrzeug zu kaufen kam der Ford Focus eventuell als ST Version in Betracht. Auch der neue Mazda 3 Skyactiv kam in die engere Auswahl, bleib aber wegen der Motorisierung von 122 PS auf der Strecke. Natürlich hatte er eine faire Chance, aber die Probefahrt hatte mir nicht gefallen. Anders da der Ford. Ich konnte den Ford Focus ST probe fahren und war begeistert, aber eben auch etwas skeptisch. Das Fahrwerk ist schon sehr sportlich, die Geräusche beim Beschleunigen immens - wenn auch schön - aber er kam meinem Fahrprofil eben nicht entgegen.


    Ruhig und entspannt, gerne auch mal flott aber mit Bedacht, so Cruise ich durch die Landschaft. Und hier kam der Tipp eines Kollegen mir mal den neuen Corolla anzuschauen.

    Bei der Auswahl des Händlers zur Probefahrt hatte ich darauf geachtet, dass alle drei Versionen zur Verfügung stehen. Ich führ also zunächst den 1,8 danach den 2.0 und zum Schluss den Touring Sports. Wie ich in dem Beitrag Corolla Hatchback 5-Türer oder Corolla Touring Sports schon geschrieben habe, ist der Kombi für mich zu lang und sein zusätzliches Platzangebot hinten wie im Kofferraum unnötig. Also hatte ich die Wahl zwischen den beiden Motorvarianten.


    Der 1.8 Corolla war dem Mazda sehr ähnlich in Beschleunigung und Elastizität. Wenn er mal nach vorne getrieben wurde, gerade am Berg wurde er schon recht laut, aber nicht unangenehm. Da erwies sich der 2.0 Liter Motor doch schon als eine ganz andere Welt. Durchaus vergleichbar mit den 150 Diesel PS im Golf ein tolles Fahrerlebnis.


    Auch wenn ich später hier meine Verbrauchsdaten einstellen werde, dies allein war nicht der Grund für den Umstieg, Der Golf hatte einen Verbrauch laut Bordcomputer (Langzeit) von 5.3 Liter. Der Corolla steht aktuell auf 4,5 Liter. Ja, weniger aber nicht ausschlaggebend.


    Ich werde nach und nach meine Gründe für den Umstieg erläutern, vielleicht hilft es dem einen oder anderen die für ihn richtige Entscheidung zu finden.


    Gruß Mike

  • Kaufentscheidung zum Corolla Hybrid anhand der Verbrauchswerte

    Sprechen wir zunächst über den Verbrauch vom Corolla. Der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeuges wird nicht immer ein Eckpunkt bei der Kaufentscheidung eines Neuwagens sein. Aber gerade Interessenten von Plug.IN-Hybrid, Vollhybrid und Elektroautos nehmen diesen als Bewertung und Vergleichskriterium verschiedener Autohersteller. Der Corolla 2.0 Liter wird mit einem Kraftstoffverbrauch von 3.9 Liter / 100 km angegeben. Die sind auch zu erreichen, wenn Fahrweise und Streckenprofil eine sehr sparsame und effiziente Verbrauchsfahrt zulassen.

    Auswahl der Antriebsmöglichkeiten

    Der Plug-IN-Hybrid den es als Corolla ja leider nicht gibt, kann eine gewisse Strecke rein elektrisch zurück legen. Ist die Energie verbraucht, so muss er mit seinem Verbrennungsmotor die Antriebskraft zur Verfügung stellen und dabei die leere Batterie mitschleppen.


    Der Vollhybrid so wie der Corolla in der 1.8 Liter und 2.0 Liter Variante auf der Strasse fährt, wechselt sehr effizient zwischen Benziner und Elektromotor hin und her. Dabei nutzt er die Rekuperation beim Bremsen und Rollen zum Aufladen der Hybridbatterie.


    Der Elektromotor nutzt rein nur zuvor geladene Stromenergie zur Fortbewegung und bleibt stehen, sofern diese verbraucht ist.

    Entscheidung zum Motorenkonzept

    Ich habe mich für den Corolla Vollhybrid entscheiden, weil auch zuvor schon ein sparsames Fahrzeug gefahren wurde. Die Kosten an der Tankstelle sollten also nicht weiter steigen, gern aber geringer ausfallen. Wie man in der aktuellen Auflistung der Kosten aller Haltestellen an der Tankstelle zu sehen ist. liege ich aktuell bei knapp 4,2 Liter/ 100 km. Mein Volkswagen Golf Sportsvan 150 PS DSG Diesel lag bei 5,3 Liter. Hier liegt schon mal ein vermeintlicher Minderverbrauch zwischen dem Hybrid Motor und dem Diesel Aggregat vor.

    Jahresspritkosten berechnen

    Würde man nun eine einfache Rechnung KM x Verbrauch x Preis erstellen, sähe der Vergleich zwischen Benziner und Diesel bei einer jährlichen Fahrleistung von 12000 Kilometern so aus:

    Golf Sportsvan: 12000 KM > 5,3 X 1,20 x 120 = 763,20 Euro

    Toyota Corolla: 12000 KM > 4,2 X 1,40 x 120 = 705,60 Euro


    Die Gesamtkosten für den Corolla Hybrid liegen bei einer Fahrleistung von 12000 KM mit sechzig Euro unter den Kosten für Diesel bei dem Golf Sportsvan. Damit müsste sich der Hybrid gegenüber dem Diesel doch lohnen, wenn auch nur mit einem sehr geringen Sparvorteil? Aber das wäre zu kurz gedacht. Dazu aber bald mehr

  • Lieber Mike,


    habe mich soeben hier angemeldet. Bislang bin ich einen Jaguar XE 180D gefahren, der jetzt gehen muss. Da ich von bisher ca 30.000 bis 35.000 Jahreskilometer herunter auf etwa 12.000 km (wegen Home Office vielleicht sogar weniger) komme und ein innovativeres Antriebskonzept anstrebe, bin ich auf den Corolla TS 2.0 gestoßen und habe heute eine Probefahrt gemacht. Fazit:


    Durchschnittsverbrauch in gemischten Verkehr und ohne Hybrid-Erfahrung: 5,4 l/100 km


    Ruhiges Fahrgeräusch


    Komfortable Sitze (Vorführwagen war ein 2.0 TS in GR-Ausstattung, der es für mich auch werden würde)


    Audiosystem von JBL ok, aber nicht berauschend

    Sehr ansprechende Optik, ausreichend Platz im Innenraum, sehr gute Ausstattung.


    Bin insgesamt sehr angetan und werde zuschlagen, wenn wir uns bei den Konditionen einigen können.


    Beste Grüße

    C

  • Hallo und herzlich Willkommen,


    In der Top Ausstattung natürlich ein echtes Sahnehäubchen mit einem Antriebskonzept dass mich auch echt begeistert hat.

    Bin ja von einem Golf Sportsvan mit DSG Getriebe umgestiegen und habe meinen Verbrauch nochmals unterboten, obwohl ich den Wagen nun fast ein Jahr habe und nicht mehr so wirklich drauf achte.


    Das Auto erzieht einen zur sparsamen Fahrweise, macht aber dennoch unheimlich viel Spaß. Der Eco Modus hat mich nicht so überzeugt. Bei der Beschleunigung aus der 50-er Zone auf 70 km/h will ich nicht sagen er würde sich quälen, aber im Modus normal geht es unglaublich zügig ab und man kann das "Segeln" schneller und besser erreichen.


    Qualitativ kann ich bisher nichts schlechtes sagen. Alles top, nichts klappert und ich denke die erste Inspektion nächsten Monat wird problemlos verlaufen.


    Freue mich für dich wobei Bilder von Jaguar ja ein echt schönes Auto zeigen.


    Schönes Wochenende

    Gruß Mike

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